WILD WIE BILD - GSCHEIT WIE ZEIT

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Freitag, 10. März 2017

Störendes

Es ist ja jetzt Schulz.
Die einen haben große Hoffnungen, die enttäuschten Alt-SPD Anhänger erwarten sich nichts mehr Gutes, CDU/CS U rotieren ein bisschen, die Soziologen (zB Stephan Lessenich in der SZ vom 10.3.2017) orakeln,  womöglich nicht mal zu unrecht, dass " die gute alte Zeit der ungeheueren Priviligierung der westlichen Wohlstandsgesellschaft im Weltmaßstab zu Ende geht-und nicht wiederkehren "wird .
Mich persönlich stören einfach ein paar Dinge. So war heute zu lesen, dass die Ehefrau von Herrn Piech -bezeichnender Weise auch noch eine Frau "Salär" -für einen Aufsichtsratsposten gut 450 000 € im Jahr erhält. Nun ist ihr. Mann vermutlich bereits Milliardär und was macht sie bitte mit so viel Geld?
Und warum droht die CDU, dass nun der Sozialismus käme, wenn auch nur der Einkommensteuer-Spitzensatz so hoch wäre (statt nunmehr 42 %) wie zu Zeiten Helmut Kohls, nämlich 56 %?
Mit dem zusätzlich verdienten Geld könnte man ganz einfach ein bisschen mehr Gerechtigkeit schaffen.
Mich beschäftigt zur Zeit das Schicksal von zwei Freundinnen, beide etwa 35 Jahre alt, beide promoviert, beide mit der Fähigkeit, Studenten auszubilden. Die eine Philosophin, die andere Kunstgeschichtlerin.
Die akademische Welt hat sie nun nach Beendigung ihrer universitären Tätigkeit in die Freiheit entlassen, die für beide eine "Freiheit der Leere"ist.  Für die Kunstgeschichtlerin  ist so etwas wie ein fester Job oder gar eine Einzahlung in irgend eine Art von Rentenkasse oder privatrechtlichem Vertrag eine Illusion. Wenn es so weitergeht, wird sie sich mit Mühe gerade über Wasser halten, aber nie eine Perspektive entwickeln können.
 Nicht umsonst war vor nicht allzu langer Zeit zu hören, dass wir in Deutschland zwar die größte Summe in angeblich familienfördernde Maßnahmen innvestieten,  hierbei aber  mit Blick auf vergleichbare Länder Europas  am wenigsten rauskommt, nämlich nicht die Geburt von Kindern.
 Hier hätte zum Beispiel Frau Salär eine gute Aufgabe, mal 36 000 € für eine akademische Stelle zu investieren. Wenn der oben genannte Aufsichtsrats Bezug netto ist, könnte sie nach dieser kleinen Wohltat immer noch 1134 € am Tag für das Betanken ihres Porsche, für Shopping oder die Bevorratung ihrer Wohnung mit Heizöl ausgeben.